Eddy Merckx heute ist vor allem eine Geschichte zwischen Rekordstatus, Reha und erstaunlich viel Stimme im modernen Radsport. Der 81-jährige Belgier ist gesundheitlich nicht unangefochten, bleibt aber präsent, wenn es um die großen Namen, die Tour und die Einordnung der Gegenwart geht. Ich ordne hier ein, wie es ihm derzeit geht, womit er sich beschäftigt und warum seine Meinung 2026 weiterhin Gewicht hat.
Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage des Rekordmanns
- Merckx kämpft seit Ende 2024 mit schweren Hüftproblemen und einer langen Serie medizinischer Eingriffe.
- Im Frühjahr 2026 war er erneut im Krankenhaus; Anfang Mai kehrte er nach einem längeren Aufenthalt wieder nach Hause zurück.
- Sein Alltag dreht sich derzeit eher um Schonung, Physiotherapie und kontrollierte Bewegung als um lange Ausfahrten.
- Trotz der gesundheitlichen Belastung bleibt er als Kommentator und Referenzfigur im Radsport sichtbar.
- Besonders bei Vergleichen mit Tadej Pogačar und anderen aktuellen Spitzenfahrern wird sein Name weiterhin herangezogen.

Wie es Eddy Merckx gesundheitlich derzeit geht
Der wichtigste Punkt ist die Gesundheit. Seit dem Sturz Ende 2024 hat sich bei Merckx eine lange Kette aus Hüftproblemen, Operationen und Reha-Maßnahmen entwickelt. Im April 2026 war er wegen einer Hüftinfektion erneut im Krankenhaus, und Anfang Mai wurde berichtet, dass er nach einem längeren Aufenthalt wieder zu Hause ist. Zusätzlich wurde öffentlich, dass ihn ein leichter Schlaganfall im Jahr 2025 weiter belastet hat.
| Bereich | Aktueller Stand | Einordnung |
|---|---|---|
| Gesundheit | Mehrere Eingriffe an der Hüfte, wiederholte Infektionen, Reha | Der Alltag wird klar von medizinischer Stabilisierung bestimmt |
| Bewegung | Vorsichtige Belastung statt sportlicher Routine | Bewegung bleibt wichtig, aber nur in kontrolliertem Umfang |
| Öffentliche Präsenz | Vereinzelt wieder sichtbar, aber nicht regelmäßig | Kein kompletter Rückzug, eher selektive Auftritte |
| Perspektive | Wunsch, wieder lockerer draußen zu fahren | Mehr Hoffnung als aktueller Alltag |
Für mich ist daran entscheidend, dass Merckx nicht im Rhythmus eines aktiven Profis lebt, sondern im Modus der Stabilisierung. Das heißt nicht, dass er den Sport losgelassen hat. Es heißt nur, dass heute Schmerzfreiheit, Beweglichkeit und belastbare Alltagsfunktion Vorrang haben. Genau deshalb lohnt sich der Blick darauf, wie er trotz dieser Einschränkungen im Radsport sichtbar bleibt.
Womit sich der Belgier aktuell beschäftigt
Am klarsten wird seine heutige Rolle dort, wo er sich öffentlich zu aktuellen Fahrern äußert. Im Juli 2026 sprach Merckx erneut über Tadej Pogačar und hielt sogar einen Sieg in allen drei Grand Tours derselben Saison für denkbar. Das ist nicht nur eine nette Randnotiz, sondern ein Hinweis darauf, dass er den Profizirkus weiter sehr genau verfolgt.
Auch im Alltag bleibt Bewegung ein Thema, allerdings in kontrollierter Form. Statt langer Trainingsfahrten stehen eher Physiotherapie, vorsichtige Belastung und kurze Einheiten im Vordergrund. Wenn ein so ikonischer Fahrer heute nach seiner sportlichen Routine gefragt wird, geht es nicht um Kilometerjagd, sondern darum, wie viel Normalität nach Verletzungen und Eingriffen überhaupt wieder möglich ist.
Hinzu kommt, dass er auch außerhalb reiner Medienzitate noch auftaucht. Im März 2026 war er bei einem öffentlichen Treffen mit dem belgischen Fußball-Nationaltrainer Rudi Garcia zu sehen. Solche Momente sind klein, aber sie zeigen, dass Merckx nicht vollständig aus dem Blickfeld verschwunden ist. Sie führen direkt zur nächsten Frage: Warum haben seine Aussagen heute eigentlich noch so viel Gewicht?
Warum seine Einschätzungen im Radsport weiter Gewicht haben
Wenn Merckx über Pogačar, Evenepoel oder die Tour spricht, hört die Szene zu, weil er eine seltene Referenz verkörpert: Er ist nicht einfach ein ehemaliger Sieger, sondern ein historischer Maßstab. Fünf Tour-de-France-Siege, Siege in allen großen Rundfahrten und eine jahrzehntelange Präsenz auf höchstem Niveau machen ihn bis heute zur Vergleichsgröße.
| Aspekt | Merckx als Maßstab | Warum das heute wichtig ist |
|---|---|---|
| Vielseitigkeit | Er war über viele Rennarten hinweg konkurrenzfähig | Moderne Fahrer werden stärker nach Allround-Fähigkeiten bewertet |
| Grand Tours | Er prägte die großen Rundfahrten über Jahre | Vergleiche mit heutigen Stars entstehen fast automatisch |
| Konstanz | Er konnte Rennen nicht nur gewinnen, sondern dominieren | Konstanz ist auch in der Gegenwart ein echtes Unterscheidungsmerkmal |
Der faire Blick darauf ist allerdings komplizierter, als bloße Rekordlisten vermuten lassen. Die Rennen sind heute anders, die Vorbereitung ist wissenschaftlicher, das Material ist besser und die Fahrer sind stärker spezialisiert. Ich halte es deshalb für sauberer, Merckx nicht nur als Zahlensammlung zu lesen, sondern als Beispiel für Breite, Rennintelligenz und dauerhafte Dominanz. Genau das erklärt, warum seine Einordnung von Pogačar so ernst genommen wird.
Aus dieser Perspektive lässt sich auch besser verstehen, was Fans und aktive Fahrer aus Merckx' Gegenwart ableiten können. Es geht dann nicht mehr nur um Vergangenheit, sondern um konkrete Lernpunkte für heute.
Was Fans und aktive Fahrer daraus mitnehmen können
Für Fans ist die wichtigste Lehre, Merckx nicht auf Nostalgie zu reduzieren. Seine heutige Lage zeigt, dass selbst die größte Ikone des Radsports mit körperlichen Grenzen, Reha und Rückschlägen leben muss. Das macht ihn nicht kleiner, sondern greifbarer. Man sieht die Legende nicht mehr nur im Siegesrausch, sondern auch im echten, unbequemen Alltag.
- Regeneration ist kein Nebenthema - sie entscheidet oft darüber, wie lange Leistung überhaupt abrufbar bleibt.
- Vielseitigkeit bleibt wertvoll - reine Spezialisierung macht einen Fahrer stark, aber nicht automatisch historisch groß.
- Vergleiche brauchen Kontext - Zeiten, Rennkalender und Technik sind heute andere als in Merckx' Ära.
- Ein Fahrer bleibt auch nach der Karriere relevant - wenn seine Einordnung klug ist, prägt sie den Sport weiter.
Für aktive Radsportler ist daran vor allem die realistische Seite interessant. Merckx' Geschichte erinnert daran, wie wichtig Beweglichkeit, Belastungssteuerung und ein ehrlicher Umgang mit Verletzungen sind. Das ist keine glamouröse Botschaft, aber im Alltag oft die nützlichste. Genau darin liegt der praktische Wert seines heutigen Bildes.
Und damit ist der Weg frei für den letzten Punkt: Was bleibt an Merckx 2026 wirklich hängen, wenn man Legende und Gegenwart sauber auseinanderhält?
Was an seiner heutigen Rolle wirklich hängen bleibt
Am Ende ist Eddy Merckx 2026 vor allem drei Dinge zugleich: eine lebende Legende, ein verletzlicher 81-Jähriger und eine weiterhin gefragte Stimme im modernen Radsport. Diese Mischung erklärt, warum sein Name bei jeder großen Debatte über die besten Fahrer der Gegenwart wieder auftaucht.
Wer Merckx heute verstehen will, sollte deshalb nicht nur auf Schlagzeilen achten, sondern auf drei Signale: seinen Gesundheitszustand, seine öffentlichen Auftritte und seine Einordnung der aktuellen Stars. Daraus entsteht ein deutlich ehrlicheres Bild als aus jedem bloßen Rekordvergleich. Für mich ist das der richtige Blick auf eine Figur wie Merckx: respektvoll, aber nicht museal.