Mountainbikes kaufe ich nicht nach Prospektlogik, sondern nach Einsatz, Geometrie und dem, was auf den heimischen Trails wirklich funktioniert. Bei Last Bikes aus Dortmund steht genau das im Mittelpunkt: wenig Show, viel Fahrbarkeit, dazu eine klare Trennung zwischen Trail-, Downcountry- und Enduro-Konzepten. In diesem Artikel ordne ich die Modelle ein, zeige die wichtigsten Kaufkriterien und mache die Unterschiede zwischen Carbon, Aluminium und Federweg alltagstauglich.
Die wichtigsten Punkte für die Kaufentscheidung
- CELOS ist das leichte Downcountry-Modell für effizientes Klettern und lange Touren, ab 6.989 €.
- ASCO ist ein leichtes Trailbike aus Carbon mit 130 mm Heckfederweg, sehr ausgewogen für technische Trails.
- GLEN ist die preislich vernünftige Trail-Option aus Aluminium, ab 3.999 €.
- COAL deckt den robusten Enduro-Bereich aus Aluminium ab, ab 4.119 €.
- TARVO ist die leichtere Carbon-Enduro-Variante mit 160 mm hinten und 170 bis 180 mm Gabel.
- Für die Kaufentscheidung zählen bei dieser Marke vor allem Einsatzbereich, Geometrie, Laufradkonzept und Ausstattung - nicht nur der Rahmenwerkstoff.
Warum der Dortmunder Hersteller für Mountainbiker interessant ist
Ich halte diese Marke für spannend, weil sie nicht versucht, alles für alle zu bauen. Der Fokus liegt klar auf Mountainbikes, und zwar auf Rädern, die im Gelände auch dann noch sauber funktionieren, wenn der Trail ruppiger wird und die Tour länger dauert. Das ist kein Detail, sondern der Kern der Kaufentscheidung: Wer ein Bike für echte Trails sucht, braucht keinen modischen Allrounder, sondern ein stimmiges Fahrkonzept.
Was mir daran gefällt, ist die Kombination aus Entwicklung, eigener Service-Struktur und dem klaren Bekenntnis zu test- und anpassbaren Setups. Für Käufer in Deutschland ist das praktisch, weil Beratung, Ersatzteile und Testfahrten nicht bloß Werbeworte sind, sondern zum Kaufprozess dazugehören. Gleichzeitig sollte man ehrlich bleiben: Diese Ausrichtung hat ihren Preis, und genau deshalb lohnt sich ein sauberer Vergleich der Modelle besonders. Damit ist der Rahmen gesetzt, und die eigentliche Frage lautet nun: Welches Bike passt zu welchem Einsatz?

Welche Modelle ich je nach Einsatz wählen würde
Wenn ich die aktuelle Modellpalette auf die wirklich wichtigen Kaufentscheidungen herunterbreche, sehe ich fünf klare Ankerpunkte. Sie decken die Streuung von leichtem Downcountry bis zu ernsthaftem Enduro ab, ohne dass man sich in zu vielen Zwischenstufen verliert. Für Käufer ist das angenehm, weil die Unterschiede greifbar bleiben.
| Modell | Wofür es gedacht ist | Charakter | Wichtige Eckdaten | Startpreis |
|---|---|---|---|---|
| CELOS | Downcountry | Leicht, schnell, effizient bergauf | Carbon, 145 mm hinten, 150 bis 160 mm Gabel, ab 11 kg | 6.989 € |
| ASCO | Trail | Leichtes Trailbike mit viel Support im mittleren Federweg | Carbon, 130 mm hinten, 140 mm empfohlen, 150 mm max. Gabel, ab 10,5 kg komplett | 5.999 € als vorkonfiguriertes Bike |
| GLEN | Trail | Alu-Allrounder mit klarer Trail-Ausrichtung | Aluminium, 150 mm hinten, 150 bis 160 mm Gabel, 29" oder MX, ab 12,5 kg | 3.999 € |
| COAL | Enduro | Robust, laufruhig, für schnelle Abfahrten | Aluminium, 165 mm hinten, 170 bis 180 mm Gabel, MX oder 29", ab 12,6 kg | 4.119 € |
| TARVO | Enduro | Carbon-Enduro mit mehr Leichtigkeit und Reserven | Carbon, 160 mm hinten, 170 bis 180 mm Gabel, MX oder 29", ab 11,6 kg | 6.869 € |
Die Tabelle zeigt ziemlich gut, worum es bei der Auswahl wirklich geht: CELOS und ASCO richten sich an Fahrer, die Effizienz und ein lebendiges Handling wollen, während GLEN, COAL und TARVO mehr Reserven für gröbere Abfahrten bieten. MX bedeutet hier übrigens das Mixed-Wheel-Setup mit 29 Zoll vorn und 27,5 Zoll hinten. Ich würde das nicht als Trend ansehen, sondern als Werkzeug für mehr Wendigkeit im Hinterbau. Wer vor allem schnelle, offene Trails fährt, ist mit 29 Zoll oft entspannter unterwegs; wer enge Kurven, Drops und verspielte Linien liebt, profitiert eher vom MX-Setup. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob ein Bike später begeistert oder bloß verwaltet wird.
Carbon oder Aluminium, und wann sich der Aufpreis lohnt
Ich würde die Materialfrage nicht ideologisch lösen. Carbon ist hier vor allem dann sinnvoll, wenn du das niedrigere Gewicht, die höhere Preisposition und die feinere Abstimmung wirklich ausnutzt. Aluminium ist die vernünftigere Wahl, wenn du ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis suchst und lieber Geld in Fahrwerk, Bremsen oder Laufräder steckst.
Die Zahlen machen den Unterschied greifbar: Beim CELOS liegt das Rahmengewicht bei 1,79 kg, beim ASCO bei 1,79 kg im Featherweight-Layup und bei 2,10 kg im Superduty-Layup. Auf der Alu-Seite bewegen sich GLEN und COAL mit Komplettgewichten ab 12,5 bzw. 12,6 kg eher im robusten Bereich. Das klingt trocken, ist in der Praxis aber wichtig: Ein leichteres Bike fährt sich bergauf entspannter, ein günstigeres Alu-Bike verzeiht Budget besser, wenn du später noch in bessere Reifen, stärkere Bremsen oder einen hochwertigen Dämpfer investieren willst.
- Ich würde Carbon wählen, wenn lange Anstiege, häufige Touren und ein hochwertiges Komplettbike im Vordergrund stehen.
- Ich würde Aluminium wählen, wenn du mehr Robustheit fürs Geld willst und das Budget nicht nur im Rahmen binden möchtest.
- Ich würde den Aufpreis nicht zahlen, wenn du das Bike überwiegend auf kurzen Hometrails bewegst und die Gewichtsersparnis kaum spürst.
Wenn das Budget einmal steht, wird erst die Geometrie wirklich spannend, weil sie bestimmt, wie das Rad sich auf dem Trail anfühlt.
Geometrie, Federweg und Laufradgröße entscheiden mehr als das Logo
Bei Mountainbikes ist Geometrie kein Feinstaubthema für Nerds, sondern der Teil, der über Vertrauen oder Unsicherheit entscheidet. Reach beschreibt die effektive Länge des Cockpits, Stack die Lenkerhöhe, Lenkwinkel die Laufruhe und Sitzwinkel die Kletterposition. Das klingt technisch, ist aber schnell übersetzt: Mehr Reach und ein flacherer Lenkwinkel geben Ruhe bergab, ein steilerer Sitzwinkel hilft beim Klettern.
Ich schaue außerdem auf die Kettenstrebenlänge und auf die Federkinematik. Kurze Kettenstreben machen ein Bike spielerischer, längere geben mehr Ruhe. Eine hohe Progression, wie sie bei manchen Modellen eingesetzt wird, sorgt für mehr Gegenhalt im mittleren Federweg. Das ist auf dem Trail hilfreich, kann ein Bike aber auch straffer wirken lassen, wenn man es zu hart abstimmt. Genau deshalb ist die Fahrwerkswahl nie nur eine Frage von Millimetern, sondern immer auch von Charakter.
- 130 mm hinten passen für schnelle Trailrunden und effizientes Pedalieren.
- 145 bis 150 mm sind für mich der Sweet Spot, wenn ich ein verspieltes, aber noch tourentaugliches Bike will.
- 160 bis 165 mm lohnen sich, wenn die Abfahrten ruppig werden und das Bike auch bei Tempo Ruhe behalten soll.
- 170 mm und mehr vorn machen vor allem dann Sinn, wenn du regelmäßig grobes Gelände, Bikepark oder sehr steile Trails fährst.
Bei COAL und TARVO merkt man den Enduro-Gedanken deutlich, während CELOS und ASCO eher auf Effizienz und ausgewogenes Handling zielen. Wer diese Unterschiede versteht, kauft seltener zu aggressiv - oder zu zahm.
So prüfe ich Größe, Ausstattung und Budget vor dem Bestellen
Die größte Fehlerquelle ist aus meiner Sicht nicht das falsche Modell, sondern das falsche Gesamtpaket. Ein gutes Fahrwerk rettet keine unpassende Größe, und ein teurer Rahmen bringt wenig, wenn die Dropper-Stütze nicht sauber passt oder die Bremse zu schwach ausfällt. Genau deshalb gehe ich vor einem Kauf immer dieselbe Reihenfolge durch.
- Größe und Sitzposition prüfen. Die Modelle arbeiten mit klar definierten Größen, kurze Sitzrohre und variable Vorbauten helfen zwar beim Feintuning, aber sie ersetzen keine passende Rahmengröße.
- Dropper-Post und Einstecktiefe beachten. Gerade bei modernen MTBs sollte die Sattelstütze tief genug im Rahmen verschwinden können. Wer hier knapp kalkuliert, merkt das später bei der Trailposition.
- Wheel-Setup bewusst wählen. 29 Zoll rollt ruhiger, MX wirkt lebendiger. Ich würde MX nur nehmen, wenn ich das Verspielte wirklich suche.
- Bremsen und Fahrwerk nicht unterschätzen. Bei Enduro-Bikes zahlt sich ein kräftigeres Setup schneller aus als viele beim Kauf glauben.
- Konfiguration vor der Bestellung festziehen. Nachträgliche Änderungen sind bei solchen Aufbauten oft keine gute Idee, deshalb würde ich vor dem Klick lieber einmal zu viel prüfen als einmal zu wenig.
Besonders hilfreich ist bei dieser Marke, dass man bei vielen Modellen noch feiner abstimmen kann, etwa über Vorbaulänge, Lenker-Backsweep oder den Wechsel zwischen 29er- und MX-Aufbau. Ich würde das aber nur als Feinschliff verstehen, nicht als Rettungsanker für eine falsche Grundentscheidung. Deshalb zählt für mich vor allem die Frage: Kaufe ich ein Bike für meine echten Trails oder nur für meine Wunschvorstellung davon?
Welche Konfiguration ich für die meisten Fahrer empfehlen würde
Wenn ich die Auswahl auf typische Fahrertypen runterbreche, lande ich relativ schnell bei klaren Empfehlungen. Für viele Touren- und Trailfahrer ist das GLEN der vernünftigste Einstieg, weil es Preis, Robustheit und Fahrspaß gut zusammenbringt. Wer ein leichteres, präziseres Bike mit mehr Reserven im Carbonbereich will, sollte sich das ASCO ansehen. Für ruppige, schnelle Abfahrten ist das COAL ein ehrlicher Enduro-Partner, und das TARVO ist die leichtere, hochwertigere Wahl, wenn Carbon und niedriges Gewicht zusammenkommen sollen.
Für mich liegt die eigentliche Lehre ganz einfach in der Mitte: Nicht das teuerste Bike ist das beste, sondern dasjenige, das zu deinen Trails, deiner Fahrweise und deinem Budget passt. Wer diese drei Punkte sauber zusammenbringt, bekommt ein Mountainbike, das nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern auf dem Trail wirklich funktioniert.